Bericht Veranstaltung „Global denken – lokal handeln“ auf der Insel Mainau

Ein besonderes Event zum Jahresabschluss


Das können wir glücklich sagen, ist uns bei unserer Veranstaltung am 16.12.24 auf der Insel Mainau gelungen. Unter dem Motto „Global denken – lokal handeln“ luden wir die lokalen Akteur:innen der Transformationsgesellschaft im Bodenseeraum zum gemeinsamen Austausch ein.

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich kurz vor Weihnachten 20 Engagierte aus unterschiedlichsten Bereichen, mit großem Fokus dabei auf die Wissenschaft, im wundervollen Schloss auf der Insel. Mit herrlichem Seeblick tauchten wir in diesem alten Gemäuer, das so viel Geschichte schreibt, ein in einen intensiven Nachhaltigkeits-Dialog.

Erst einmal entspannt Kennenlernen

Eine kleine Aufstellung mit unterschiedlichen Fragen eröffnete in lockerer Atmosphäre den Beginn der Veranstaltung. Somit war mit Freude das erste Eis gebrochen und wir traten ein in ein kurzes „Check in“, um einander etwas besser kennen zu lernen und voneinander zu erfahren, wer in welchen Bereichen tätig ist und wofür das eigene Herz besonders schlägt. Bereits hier war eine wunderbare Stimmung und Dankbarkeit von vielen spürbar, mit so vielen Engagierten mit ähnlicher Haltung an einem tollen Ort zu sein.

Auf das gegenseitige Kennen lernen und tiefer miteinander vertraut werden folgte dann unser Impuls von wirundjetzt. Wir berichteten über unser Wirken und unsere Projekte in der Bodensee-Region, genauso wie Vorstellung unseres Kooperationsprojekts, der 100 Mitmach-Regionen. Dies auch mit dem Fokus, später, in der gemeinsamen Arbeitsphase tiefer einzutauchen, wie so eine Mitmach-Region vielleicht auch auf der „anderen Seeseite“, sprich in der Konstanzer Region, zukünftig eine Möglichkeit darstellen könnte, um Akteuer:innen stärker zu bündeln und Menschen einen Andockstelle zum konkreten Mitmachen und selber machen können zu ermöglichen. Doch bevor wir da hin kommen sollten, erfolgte erst eine Austausch- und Fragerunde zum Wirken von wirundjetzt. Wir freuten uns über die große Anerkennung und Wertschätzung, die wir hier für unser Wirken erhielten und es war wieder mal spannend zu hören, welche Aktivitäten unser Tun bei anderen mit inspiriert oder sogar komplett hervorgebracht hat. Das sind immer wieder sehr freudige Momente für uns und bestätigt, dass wir mit unserer Arbeit auf der „richtigen“ Spur unterwegs sind. 

Das Sustainability Hub stellt sich vor
Im Anschluss daran stellte sich die Universität Konstanz vor mit ihrer Engagementplattform „Sustainability Hub“, die aus der AG „Universitäres Engagement“ der Uni Konstanz hervorgegangen ist und seit 2022 ein neuer Projektbereich des studentisch geführten „Green Office“ ist. Neyne Ekhteira, die Projektmanagerin des Sustainability Hubs gab einen Einblick in Entstehung und Nutzen des Projekts und wurde begleitet von Christiane Harmsen, die die Entstehung des Gesamtprojekts an der Universität Konstanz mit unterstützt und begleitet hat. 

Was also verbirgt sich hinter dem Sustainability Hub? Es ist eine innovative digitale Plattform, die als Brücke zwischen universitären und städtischen Nachhaltigkeitsinitiativen fungiert.


Die Plattform bietet folgende Kernfunktionen:
  1. Zentrale Anlaufstelle: Das Hub dient als zentraler Ort, an dem Interessierte eine Vielzahl von Nachhaltigkeitsprojekten einsehen können.
  1. Projektvielfalt: Die Plattform präsentiert eine dreifache Projektstruktur mit laufenden Projekten, Projektideen und Projektgruppen.
  1. Engagement-Möglichkeiten: Das Angebot reicht von kurzfristigen Aktivitäten wie Clean-Up-Projekten bis hin zu langfristigen Gestaltungsprojekten und Mitgliedschaften in Hochschulgruppen oder Bürgernetzwerken1.
  1. Sichtbarkeit und Vernetzung: Projektleiter können ihre Initiativen auf dem Hub präsentieren, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und engagierte Mitstreiter zu finden.
  1. Methodenkompetenz: Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung von methodischem Wissen zur Projektgestaltung und -umsetzung, unterstützt durch Veranstaltungen wie „Social Innovation Camps“.

Das Sustainability Hub stellt somit eine umfassende Plattform dar, die Nachhaltigkeit fördert, indem sie Projekte, Menschen und Ideen zusammenbringt und die nötigen Werkzeuge zur erfolgreichen Umsetzung bereitstellt. Es
schließt damit eine große Lücke, die lange bestanden hat und ermöglicht Interessierten Projekte zu finden, kennen zu lernen, tiefer einzutauchen und Projekten an sich Unterstützer:innen zu finden.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen bilden das Herzstück der Plattform. Jedes Projekt wird bestimmten SDGs zugeordnet, was die Navigation auf der Plattform erleichtert und gleichzeitig transparent aufzeigt, wie die SDGs in der Region Konstanz konkret umgesetzt werden.

Weitere Informationen unter:

Nach einer kurzen Pause machten wir uns dann an die Arbeit an den „Thementischen“. Schließlich sollte an diesem Tag nicht nur geredet, sondern auch gemeinsam an verschiedenen Fragen gearbeitet werden. Soviel geballte Kompetenz gemeinsam an einem Ort will schließlich genutzt werden und ist auch ein elementarer Teil dieser Veranstaltung.

An drei Thementischen wurde gemeinsam zu folgenden Fragen überlegt und zusammen getragen:
1. Welche weiteren Kooperationen können uns alle im gemeinsamen Wirken unterstützen und sollten aufgebaut oder vertieft werden, um Vernetzung im Bodenseeraum noch weiter zu stärken?
2. Die Mitmach-Region – welchen Sinn und Nutzen könnte eine Mitmach-Region Konstanz erfüllen, besteht hierfür Bedarf und wie könnte deren Umsetzung aussehen?
3. Weitere Austauschtreffen – wofür könnten sie noch dienen? Wer müsste hierfür auch eingeladen werden? Welcher Turnus wäre sinnvoll? u.v.m.

Zum Abschluss wurden die Essenzen der jeweiligen Gruppen zusammengetragen und geklärt, was es noch für ein Weiterführen des Formats allgemein als auch ein rundes Abschließen dieser Veranstaltung braucht.

 

Ein kulinarisches Netzwerken zum Abschluss
Der kulinarische Teil bildete beim offenen Netzwerken den wahrlich „krönenden“ Abschluss  im Schloss.
Viele angeregte Gespräche sollten auch hier noch stattfinden und alle Teilnehmenden blieben bis die Köstlichkeiten als auch die Gesprächsimpulse sich dem Ende zu neigten. 

Eines war am Ende der Veranstaltung auf jeden Fall klar: dieses Treffen hat Hoffnung und Mut geschenkt. Gerade in diesen herausfordernden Zeit zu hören, wie viele Menschen konkret an positiven Dingen arbeiten, um die Welt zu einem beitragenden, wohlwollenden und gesünderen Ort zu gestalten, das hat viele (wieder) in ihrem Wirken gestärkt und bestätigt, auf einer guten Spur und an der richtigen Stelle zu sein. Auch dies wurde als äußerst wertvoll und hilfreich empfunden, neben allen tollen Beiträgen, Kontakten und Impulsen, die man an diesem verlängerten Vormittag erleben und sammeln durfte. Der Tenor zum Schluss war klar: wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung dieser Art!

Link zur Veranstaltung: https://wirundjetzt.org/event/global-denken-lokal-handeln/

Ein paar Teilnehmenden-Stimmen zur Veranstaltung „Global Denken – lokal handeln“
 
„Das Event war für uns von großem Nutzen und hat uns viele wertvolle Erkenntnisse gebracht. Besonders toll fand ich die Möglichkeit, sich mit anderen lokalen Teilnehmer:innen, vor allem den Hochschulen, auszutauschen und neue Perspektiven zu gewinnen. Es war inspirierend zu sehen, wie vielfältig die Ideen und Ansätze sind, um lokale Initiativen voranzubringen und gleichzeitig global zu denken.
 

Die Atmosphäre war sehr angenehm und motivierend, was sicherlich auch dazu beigetragen hat, dass wir uns so wohl gefühlt haben. Insgesamt war es für uns eine bereichernde Erfahrung, die uns viele neue Impulse gegeben hat.“

Daniel Ette – Leiter Nachhaltigkeit und Energie, Mainau GmbH
Isabel und ich haben zu zweit teilgenommen, damit wir beide als Leitungen der Programme „Nachhaltige Vierländerregion“ und „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ besser verstehen, welche Schnittstellen es bereits jetzt zwischen „Mitmachregionen“ und Hochschulakteuren gibt, und welches Potential da noch herrscht, da diese aus unserer Sicht eine große Bedeutung für die weitere nachhaltige Entwicklung der Vierländerregion besitzt.
Diese Erwartung ist auch erfüllt worden – wir haben einen viel besseren Eindruck von der Arbeit und der Reichweite der Green Offices und ähnlicher Stellen erhalten und wie diese sich bereits jetzt mit der Praxis verzahnen, eine Reihe uns vorher unbekannter Akteur*innen kennengelernt, und damit zumindest mögliche Anknüpfungspunkte mit unserer Arbeit hier an der Geschäftsstelle des W4, aber auch mit einzelnen Projekten in unserer Förderung entdeckt.
 
Wir fanden den Mitmachteil sehr gelungen, sowohl zum Kennenlernen/Vernetzen, als auch zum inhaltlichen Austausch.  

Für uns ist natürlich immer die Rolle Wissenschaft/Hochschule maßgeblich, und da fanden wir uns jetzt gut aufgehoben.

Isabell Oostvogel & Felix Girke – Wissenschaftsverbund
„Simon und Sarina haben uns prima als Gruppe, die sich größtenteils noch nicht kannte, abgeholt und durch den Workshop geführt. Es war keine Minute langweilig und aus der Vernetzung mit den Anwesenden haben sich für uns gleich konkrete Projekte ergeben. Die Chance, unser Projekt unterschiedlichen Personen ‚ rund um den See‘ vorstellen zu können, war sehr wertvoll für uns, um das Interesse daran und die damit verbundenen Fragestellungen für uns abzugleichen.
Daher ein großes Dankeschön an Sarina und Simon, das Event so unkompliziert aufgesetzt zu haben, von dem wir jetzt so nachhaltig profitieren können.“
Christiane Harmsen, Universität Konstanz

Herzlichen Dank für die tolle Unterstützung durch die Internationale Bodensee Konferenz (IBK)