40 Jahre nach Tschernobyl

40 Jahre nach Tschernobyl: Ausstellung mit Zeitzeug*innen und Vorträgen im Wolkensteinsaal Konstanz

25. und 26. April 2026 | Wolkensteinsaal im Kulturzentrum Konstanz


Vierzig Jahre nach dem Reaktorunglück ist die Katastrophe noch lange nicht vorbei. Umso wichtiger ein gemeinsames Erinnern, und ein bewusstes Nachdenken über unser heutiges Handeln.
Die Fotografin Julia Germroth zeigt Fotografien ihrer drei Reisen in die Sperrzone von Tschernobyl. Die Bilder führen durch verlassene Gebäude und Orte – sie erzählen von einem abrupt beendeten Alltag, von bröckelnden Fassaden und einer Natur, die sich das Gebiet unaufhaltsam zurückerobert. Pflanzen durchbrechen Trümmer, Wälder treten an Stelle menschlicher Zivilisation – es wirkt fast idyllisch, wäre da nicht die Präsenz einer unsichtbaren Gefahr.

Durch Pflanzenarrangements und räumliche Installationen wird der Wolkensteinsaal selbst zur Sperrzone, Besucherinnen und Besucher begeben sich auf eine Erkundungsreise. Im Zentrum des Ausstellungswochenendes steht außerdem ein vielseitiges Rahmenprogramm: Neben persönlichen Einblicken der Fotografin in ihre Reisen berichten Zeitzeug*innen aus Konstanz und der Ukraine von ihren Erfahrungen. Fachvorträge beleuchten die ökologischen und gesellschaftlichen Folgen der Katastrophe und richten zugleich den Blick nach vorn – mit der Frage: Wie gehen wir künftig verantwortungsvoll mit Energie und Technik um? Live-Musik von Ignis Terrae, dem Musikprojekt der Fotografin, verleiht der Ausstellung zusätzliche emotionale Tiefe und macht die Stimmung der Fotografien spürbar.

Aus dem Rahmenprogramm:

• „Momentaner Gesundheitszustand in Fukushima und Tschernobyl“, Vertreter der IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War), Sa, 25.04., 15 Uhr
• „Politische Hintergründe zur Katastrophe“, Prof. Dr. Wolfgang Seibel (Universität Konstanz), Sa, 25.04., 15.30 Uhr
• „Tschernobyl – von der Katastrophe zur Wildnis“, Jarid Zimmermann (BUND Konstanz), So, 26.04., 15 Uhr
• „Kernkraft ade: der Weg zur günstigen, unabhängigen und nachhaltigen Energie“, Radovan Kopecek (International Solar Energy Research Center Konstanz), So, 26.04., 16 Uhr

->  Gesamtprogramm unter: www.empire-of-nature.de/ausstellung2026

Zwischen 28. April bis 13. Mai ist die Ausstellung im K9 Kulturzentrum Konstanz zu sehen. Zugang während der Öffnungszeiten des K9.
Die Vernissage am 28. April um 19 Uhr bietet eine weitere Gelegenheit, eine Führung der Fotografin durch die Sperrzone zu erleben, ganz ohne Strahlengefahr.
Mit musikalischer Begleitung von Ignis Terrae, Simon Weiland und 2sam.

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Monika Sarkadi
Koordinatorin für Bildung und Soziales
Eine-Welt Regionalpromotorin für die Landkreise
Konstanz/Tuttlingen/Schwarzwald-Baar/Rottweil/Zollernalb

International Solar Energy Research Center (ISC) Konstanz e.V.
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