Paradiesgärtchen Lellwangen

Gärtnern und sozialer Zusammenhalt - trotz Coronazeiten!

Wie fing alles an?

Schon viele Jahre wünschten wir uns einen Gemeinschaftsgarten, und es gab ja auch schon einen 2013, wo heute die solidarische Landwirtschaft in Ravensburg ist.

Gemeinschaftsgarten wirundjetzt Historie hier:

Seit mitte April 2020 haben wir in Lellwangen einfach angefangen einen Gemeinschaftsgarten zu initiieren. Der Impuls kam aus einem Gespräch heraus.

Natürlich haben wir immer darauf geachtet die Abstandsregeln einzuhalten und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

 

Was haben wir gemacht?

Wir wurden freundlich und herzlich willkommen geheißen auf dem wunderschönen Gelände. Ein alter verwilderter Bauerngarten durfte von uns, einer kleinen Gruppe mit neuem Leben erfüllt werden.

In den ersten Tagen hieß es, alle Stauden runter schneiden, Wildlinge ausgraben, die sich im ganzen Garten ausgebreitet hatten und wir fingen an, die erste von 4 Parzellen umzugraben und für die Pflanzung vorzubereiten.

Parallel wurden Stauden aus den Beeten in die vorhandenen Randstreifen des Gartens umgesetzt und viele Erdbeeren, die in dem ganzen Garten verstreut waren, in ein Beet gepflanzt.

In den kommenden Tagen wurden die Wege wieder aktiviert und frei gelegt und so arbeiteten wir uns Stück für Stück vorwärts.

Jetzt nach drei Wochen sind die ersten Pflanzen gesetzt:

Salate, Spinat, Kräuter, Kohlrabi, Fenchel und Zucchini. Ausgesät haben wir Buschbohnen, Zwiebeln und Mangold.

Auf einem Acker wurden Kartoffeln gesetzt und Zwiebeln gepflanzt, Karotten, Rote Beete und viele andere Kulturen wurden gesät.

 

Wie funktioniert das?

Jeder bringt Wissen, Erfahrungen und Saatgut mit. Manche Dinge müssen wir besorgen von den Biohöfen aus der Region.

Uns ist wichtig, das sowohl das Saatgut als auch die Pflanzen ökologisch und wenn möglich regional sind.

Wir machen viele Experimente, und versuchen uns in der Anwendung von Permakulturprinzipien.

Der Garten darf wachsen und wir dürfen mit dem Garten uns freuen und beim Wachsen zuschauen.

Wir freuen uns über Interesse. Bitte nehmt im Vorfeld mit uns Kontakt auf, wenn ihr Lust habt mal vorbei zu schauen oder mit dabei sein wollt.

Mit herzlichen Grüßen

für den Paradiesgarten

Simon Neitzel

 

Warum machen wir das?

Aktiver Klimaschutz und sozialer Zusammenhalt

Schon seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit dem Thema Boden, Bodenfruchtbarkeit, Humusaufbau und Humusverlust, Saatgut und Projekten die sich mit diesem Thema auseinander setzen.

Auf diesem Wege durften wir viele Menschen kennen lernen, die neue Wege gehen und uns inspirieren.

Dabei spielen die Faktoren, wie kurze Transportwege, geringer Energieverbrauch, regionale Versorgung und Lebensmittelsouveränität eine große Rolle.

Die Tatsache, dass wenn wir Humus aufbauen, wir aktiven Klimaschutz betreiben begeistert uns, und wir sehen darin einen großen Hebel, aktiv Co2 im Boden zu speichern.

Dort gehört Co2 auch hin, um für die Pflanzen und das Bodenleben Nahrung zu sein.

Beispiele von solidarischen landwirtschatlichen Projekten, von Selbstversorgerhöfen und Permakulturprojekten, die eine regenerative Landwirtschaft aufbauen und am Forschen sind, faszinieren uns ebenso wie ökologische Hofgemeinschaften und Projekte, von denen wir lernen können und die wir als Motivation sehen, für unserer Arbeit und die Region da zu sein.

Ein großer Faktor ist auch, die Freude beim miteinander Sein und Tun im Paradiesgärtchen. Hier werden Lebensgeschichten geteilt, wird gelacht, erzählt und wir hören einander zu.

Der Wert beim Teilen und Erfahrungen austauschen, das eigene Wissen weiter geben und mit anderen teilen, beflügelt uns ebenso,  wie das sich auf die Ernte freuen und miteinander Teilen, was wir gemeinsam erwirtschaftet haben.

Im Zentrum steht das soziale Miteinander, die Kommunkation mit anderen, der Mehrwert durch die Verbindungen zu den Menschen und zur Natur wird spürbar und erfahrbar.

Hier erleben wir unsere eigenen Fähigkeiten, uns selbst mit unserer eigenen Kraft und Stärke, dem eigenen Wissen einzubringen und dazu beizutragen, dass das Leben wundervoll sein kann auf diesem Planeten.

Hier ein paar Beispiele:

Weltagrarbericht

Bodenfruchtbarkeitsfonds

2000 m² Weltacker Überlingen

Saatgutinitiative Salem

Verbindungskultur e.V. 

WIR bio Power vom Bodensee

solidarische Landwirtschaft

soil & more

 

 

 

Was ist unser Ziel?

Mach mit und sei dabei!

Wir möchten andere Menschen und Initiativen motivieren und begeistern, auch einen Paradiesgarten aufzubauen.

Das Projekt ist so aufgebaut und dokumentiert, dass es skallierbar ist.

Dabei ist uns wichtig, dass jeder für sich schaut, was brauche ich oder was wünsche ich mir? Wie ist die Situation?

Gibt es Land, oder einen alten Bauerngarten, der nicht mehr bewirtschaftet wird? Oder weiß ich von jemand, der die Arbeit im eigenen Garten nicht mehr alleine schafft!

Mit wem kann ich mich zusammen tun? Freunde, Nachbarn, Bekannte, die auch bei so einem Projekt dabei sein möchten.

Hier können wir gerne Beraten und unsere Erfahrungen weiter geben, sprecht uns einfach an.

 

Für das Projekt werden wir Förderanträge stellen, um einen Rahmen zu schaffen, damit der Garten fachlich begleitet und organisiert werden kann.

Und auch, damit wir aktiv das Wissen und unserer Erfahrungen weiter geben können.

Außerdem ist uns der Bildungsaspekt und die Rolle, Wissen weiter zu geben sehr wichtig.

Wir werden Workshops anbieten um so das Wissen in die Welt zu tragen.

Der Austausch und die Kooperationen mit unseren Partnern und anderen Projekten ist uns wichtig.

Wir möchten zusammen Feste feiern und gemeinsam die Ernte teilen.

 

Du möchtest auch so einen Garten anlegen und ins Leben rufen, dann melde dich bei uns.

Wir vermitteln in einem Team, Gärtner, organisieren Workshops, begleiten euch bei der Durchführung und Planung von so einem Projekt.

 

Kontakt:

Simon Neitzel

Mail: simon.neitzel@wirundjetzt.org

Tel: 0151 21615968