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Permakultur in Uganda

Katharina Philipp schreibt:

Liebe Freunde,

manche von euch haben es schon von mir gehört: Im Januar gehe ich für 7 Wochen zurück nach Uganda.

Nach meinem Freiwilligendienst mit EIRENE in Mbale fühle ich mich in diesem Land sehr verbunden.

Nach 4 Jahren nun ist es soweit: einerseits der Wunsch, meine Freunde (und Familie ;)) dort wiederzusehen. Dann möchte ich wieder auf die Suche gehen nach der alten Kultur, den Dorfstrukturen und Ritualen.

Eine weitere große Motivation ist die Permakultur.

Permakultur

… ist eine Methode, um nachhaltige, lebendige Systeme zu gestalten: nachhaltige Lebensformen und Lebensräume werden unters

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tützt, aufgebaut und erhalten. Meiner Meinung nach eine der wichtigesten Herangehensweisen, um uns Menschen eine zukunftsfähige Lebensgrundlage zu sichern: ökologisch, ökonomisch und sozial. Mehr über die Permakultur gibt es hier.

In Uganda 2008-2010 habe ich mich zum ersten Mal intensiver mit der Permakultur beschäftigt. Viele meiner Arbeiten in dem Baum-Pflanz-Projekt in Salem Uganda waren davon inspiriert.
Nach meinem Freiwilligendienst ging es für mich weiter: Es folgte die Ausbildung an der Permakultur-Akademie zur Diplom Permakultur-Designerin, die ich im Februar abschließen konnte.
Jetzt arbeite ich viel mit der Permakultur: Im eigenen Garten, bei der Initiative wirundjetzt e.V. und auch in Seminaren und Veranstaltungen.

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Permakultur in Afrika
In Uganda gibt es derzeit noch nicht viele Projekte, die nach Permakultur-Prinzipien arbeiten.
Jedoch gibt es immer mehr Menschen, die sich damit in ganz Afrika beschäftigen und es wird immer deutlicher, dass gerade dort Methoden und Werkzeuge gebraucht werden, um die Desertifikation und Bodenerosion zu stoppen und stattdessen lebendige, lokale Systeme (sowohl im Garten als auch in der regionalen Dorfstruktur) zu schaffen.
In Kenja hat sich vor 2 Jahren ein Permakultur-Institut gegründet, wo international anerkannte Kurse (Design Kurse) gegeben werden und auch konkrete Projekte entstehen.
Kurz nachdem ich die Entscheidung getroffen hatte, nach Uganda zu gehen, hörte ich von einem „Teachers Training“ (Ausbildung zum Permakultur-Lehrer) in genau dieser Zeit in Nairobi.
Es wird veranstaltet von Warren Brush, der die Permakultur auf eine sehr schöne Weise unterrichtet und dabei sehr kreative Methoden verwendet. Er verbindet die Permakultur, das Wildniswissen und das Geschichten-Erzählen (storytelling). Weiter Infos zu ihm gibt es hier.
 
Martha und Yusuf
… sind Freunde von mir in Uganda. Mit den beiden habe ich in dem Baum-Pflanz-Projekt gemeinsam gearbeitet, wie manche von euch sicher wissen.
Martha ist jetzt 26, Yusuf hat schon Kinder und ist 45 Jahre alt. Beide sind total begeistert davon, ihren Teil zu einer besseren Welt beizutragen. Yusuf hat den schönsten Wald-Garten, den ich kenne, und lebt für die Bäume.
Das Ziel unserer Arbeit war, die Menschen aus den Dorfgemeinschaften dazu zu begeistern, Bäume zu pflanzen. Bäume, die man gut im Garten pflanzen kann und die das Gemüse positiv beeinflussen und zum Agroforst-Anbau geeignet sind.
Mein Wunsch ist es, Martha und Yusuf zu dem Permaculture-Teachers-Training in Nairobi mitzunehmen. Voraussetzung dafür ist die Teilnahme an einem 12-tägigen Permakultur Design Kurs. Den haben sie im November gemacht und waren total begeistert.
Ich möchte, dass die Permakultur in Uganda und Afrika immer bekannter wird, dass die Menschen dort Zugang zu diesem Wissen haben und es dann leicht anwenden können in ihrem eigenen Garten und in ihrer eigenen Dorfgemeinschaft.
In Uganda gibt es derzeit noch keine Lehrer oder Multiplikatoren dafür. Die neue Denkweise, das systemische Denken und das Verständis, dass alles verbunden ist und voneinander abhängt, ist meiner Meinung nach sehr wichtig in dieser Zeit des globalen Wandels.
Wichtig ist, dass Einheimsche ausgebildet werden, die sowohl die Kultur, als auch die Sprachen und die klimatischen Bedingungen kennen.
Uganda spürt die Auswirkungen vom Klimawandel wesentlich mehr als wir hier in Deutschland.
Ich weiß, dass die Permakultur helfen kann, wieder regionale Kreisläufe aufzubauen, Biotope zu schaffen und gleichzeitig den Grad an Selbstversorgung zu verbessernP1100091.

Um Martha und Yusuf als Permakultur-Lehrer auszubilden, brauche ich eure Hilfe.
Das Training kostet für beide 500 Dollar. (also 1000 Dollar insgesamt) Wenn mehr zusammenkommt, würde ich gerne ein paar gute Bücher als Nachschlagwerke kaufen.
Nach dem Teachers Training bleiben mir noch 5 Wochen in Uganda, in denen ich mit Martha und Yusuf schauen werde, was sich im Kleinen schon machen lässt. Auch da wäre es super, auf ein Budget zurückgreifen zu können.
Vielleicht entsteht dann langfristig ein Permakultur-Institut oder -zentrum in Uganda? An der zeit dazu wäre es…
Wie bei meinem Unterstützerkreis merke ich, dass Geld, wenn es von euch geschenkt wird, auch ein Stück von euch „mittransportiert“. Ich hätte euch alle unglaublich gerne dabei bei diesem Vorhaben. Für mich bedeutet es sehr viel, mein „Herzensthema“ Permakultur nun in Uganda eine kleine „Starthilfe“ zu geben…
Ich freue mich über jede kleine und große Spende von euch.
Damit ihr auch eine Spendenquittung bekommt, könnt ihr auf das Konto von wirundjetzt e.V. spenden.P1100201

Ihr dürft euch dann auf jeden Fall über Mitbringsel freuen – von afrikanischen Stoffen über ugandischen, fair gehandelten Kaffee bis hin zu Kunsthandwerk und Mangos.

Und natürlich Berichte und Erzählungen von meinen Erlebnissen in Uganda!

Bei Fragen meldet euch doch einfach bei mir (0173/1919994)

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Warum wirundjetzt?

WIR – das sind wir alle – und JETZT ist die Zeit zu handeln!

John Croft, Begründer des Dragon Dreamings

 

 

 

 

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