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Die FORschungSTelle Sozialer Bewegungen, Projekte und Initiativen am Bodensee (FORST)

Aufruf ein Projekt für die Sozialen Bewegungen rund um den Bodensee zu unterstützen.

Die Krisen sind bekannt: Finanz- und Schuldenkrise, Klimawandel, Umweltzerstörung, Peak everything, Bodenversiegelung und -verbrauch, Abhängigkeit von globaler Agrarwirtschaft, Zerstörung von menschlichen Gemeinschaften und ähnliches sind Stichworte, über die wir täglich in der Zeitung lesen können.

Mögliche Auswege sind auch bekannt: lokales, suffizientes Handeln auf der Basis „alter“ Werte. Darüber lesen wir nicht soviel in der Zeitung. Und doch gibt es ein Heer von Initiativen weltweit und rund um den Bodensee, die am Wandel arbeiten. Sie organisieren sich meist in Sozialen Bewegungen.

Wenn wir das Schubladendenken überwinden und den gesamten Prozess anschauen, dann sehen wir einen Wald von Inititiven. Menschenrechte, Gerechtigkeit, Solidarität und Umweltschutz zusammen gesehen ergeben eine Menge von Initiativen. Weltweit wird die Zahl von 10 Millionen Initiativen transportiert. Zählen kann das niemand.

Auch am Bodensee gibt es eine Vielfalt von Inititiaven. Die könnte man vielleicht zählen. Aber wichtiger wie zählen ist der Prozess Einheit in der Vielfalt. Dabei geht es darum, die Gemeinsamkeiten zu entdecken. Dazu ist es notwenig, den anderen wahrzunehmen und kennenzulernen und im Gespräch die Akteure kennenzulernen.

Bei aller Vielfalt haben diese Soziale Bewegungen einen gemeinsamen Kern: Sie wollen mehr Selbstbestimmung in ihren Arbeits- und Lebensweisen, und sie zielen darauf ab, sich Politik, Wirtschaft, Demokratie und öffentliche Räume wieder anzueignen. Wissen, Energie und fruchtbarer Boden sollen zu Gemeingütern werden, Handels- und Handlungsketten wieder überschaubar und verantwortbar. Es sind Versuche, die Souveränität über das eigene Leben und die Gestaltung der Gesellschaft wiederzuerlangen – nicht zuletzt auch durch Maßnahmen der Entschleunigung.

Soziale Bewegungen haben einen hohen Sellenwert für Kultur, Gemeinwesen und Ökonomie.

Sie bereichern den Alltag der Menschen. Sie reichern die Region an und machen sie wertvoll für die Bewohnerinnen. Selbst „Wirtschaftsstandorte“ sind ohne Elemente „alternativer Milieus“ nicht lebendig und unattraktiv für jüngere Mitarbeiter. Aber auch für die Entwicklung außerhalb ökonomischer Interessen ist eine Präsenz „alternativer Initiativen“ ein wichtiges Feld. Innovationen im gesellschaftspolitischen Leben gehen oft genug von „Alternativen Ideenwerkstätten“ aus. Ökologischer Landbau, Verkehrs- und Energiekonepte, Wirtschaftsentwicklung, Demokratieentwicklung, Regional- und Statdtplanung kommen heute nicht ohne die „Abfallprodukte“ alternativer Initiativen und Projekte aus. Kritische Geister fühlen sich in den Aktionsfeldern „Sozialer Bewegungen“ heimisch und führen durch Engagement und Mitwirkung zur Weiterentwicklung des Gemeinwesens.

Die Strukturmerkmale dieser Bewegungen, die nicht einmal den gängigen Definitionen von Bewegung genügen, sondern durch Vielfältig, Dezentralität, Hierarchiefreiheit, Spontanität und temporärem Einsatz sich auszeichnen, sind zudem fehlerfreundlich, langfristig denkend und stellen ihren Beitrag zur Sicherung unserer universellen, finalen, alleinstehenden und unverzichtbaren Basis-Bedürfnisse (in ihren jeweiligen kulturellen Ausgestaltung): Gesundheit, Sicherheit, Respekt, Persönlichkeit, Harmonie mit der Natur, Freundschaft und Muße.

In vielen Gesrpächen wird immer wieder die Fortentwicklung der sozialen Bewegungen am Bodensee angemahnt. Die Initiativen sollen sichtbarer werden, es brauche Impulse, damit die Initiativen wahrgenommen werden und ihre Wirksamkeit verstärken. Vernetzung wird als notwendig formuliert und politische Förderung eingefordert.

Die FORschungSTelle Soziale Bewegungen, Projekte und Initiativen am Bodensee (FORST) will diesen Anspüchen dienen und die Initiativen und Projekte unterstützen:

Dazu gehört zuerst eine Bestandsaufnahme der Initiativen und Projekte mit ihren Zusammenschlüssen und Verbänden, sowie ihrem Erscheinungbild in der Öffentlichkeit.

Dazu wird eine Datenbank erstellt mit Namen und Kontaktdaten und Hinweisen sowie ein Archiv/Sammlung alter und neuer Dokumente aller Sozialer Bewegungen, Projekten und Initiativen der Region Bodensee.

Die Region Bodensee versteht sich in etwas als die Tarifzohnen der Euregiokarte Bodensee.

Anders gesagt, bilden die deutschen Landkreise Lindau, Bodensee, Ravensburg, Konstanz, die schweizer Kantone Thurgau, Außer- und Innerrhoden, St. Gallen und das österreichische Vorarlberg den inneren Kreis. Angrenzende Orte und Regionen sind bei Bedarf mit einbezogen.
Die Daten werden auch durch Interviews von aktiven Menschen in den Initiativen erhoben.
Diese Interviews sollen helfen die Datenbank zu füttern und als Basis für die Erforschung der Initiativen dienen. Durch die Auswertung der Interviews werden Einblicke in Strukturen, Faktoren für Erfolge und Mißerfolge/Wirksamkeiten, Entwicklunglinien und Leerstellen gewonnen und ausgewertet werden.
Dazu gehört in einem weiteren, späteren Schritt eine Internetplattform mit den aktuellen Nachrichten der Initiativen mit monatlichem Newsletter. Als Nebenbeiprodukt soll damit die Vernetzung der Initiativen und Drehpunktpersonen verstärkt werden.

Das Projekt wird als „work-in-progress“ verstanden.

Zur Zeit liegt ein Anfang bereits vor. Dieter Koschek hat Adressen gesammelt und verfügt über eine Sammlung von Dokumenten. Diese sollen erweitert und vervollständigt werden.
Genutzt werden kann derzeit das Büro der Kultur- und Begegnungstätte Eulenspiegel, das ebenfalls weitere stukturelle Hilfen (Telefon,etc) zur Verfügung stellt.
Mit zunehmender Finanzierung soll die Arbeit bezahlt, ein eigenes Büro gemietet, und die Öffentlichkeitsarbeit mit eigenen Medien verstärkt werden.

Für einen Anfang reichen 1000 € monatlich. Damit kann ein wöchentlicher Arbeitstag, ein Büro, Fahrtkosten und Arbeitsmaterial bezahlt werden. Mehr Gelder erweitern das Projekt sukzessive.
Für öffentliche Zuschüsse wird das Projekt erweitert und weiter professionalisiert.

Träger des Projektes

ist derzeit eine Kooperation von Aktionskreis lebendige Kultur e.V. (Trägerverein der Projektwerkstatt am See und anderen Initiativen, Wasserburg) und jedermensch-verlag (Vierteljahreszeitschrift ).
Die Kooperation soll sich erweitern.

Verantwortlich:

Dieter Koschek, Dorfstr. 25, 88142 Wasserburg, Tel. 08382-89056, dieter.koschek@posteo.de http://www.dikoze.net/prowasSeite1.htm

Bankverbindung:

Aktionskreis Lebendige Kultur e.V., Stichwort FORST
Sparkasse Bodensee, IBAN: DE32690500010020817888 – BIC : SOLADES1KNZ

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Dr. Wolfgang Ertel, Professor für Künstliche Intelligenz an der Hochschule Ravensburg-Weingarten

 

 

 

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