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Cashew To’go

1.Oktober 2016
Ich bin mit meinem Mann in eine wunderbare Geschichte hineingeraten, die ich gerne mit Euch teilen möchte und für die wir Eure Hilfe brauchen. Ich nenne sie “ Cashew To’go“. Denn es ist eine Geschichte die Hoffnung macht und Dinge bewegt. Es ist die Geschichte von Menschen zweier Kontinente, die sich auf den Weg machen um Hoffnung zu schaffen. Unsere Hoffnung, die Welt doch noch aktiv verbessern zu können, und deren Hoffnung, ihre eigene Welt mit unserer Hilfe verbessern zu können:

Mein Mann war letzten Monat in seiner Heimat in Togo. Dort hat er sich mit einer Gruppe von Bauern getroffen, die dort auf traditionelle Weise Cashew und Kakao anbauen. Sie haben ihn einerseits darum gebeten, bei der Vermarktung der Ware zu helfen und hätten aber gerne auch die Biozertifizierung dazu. Momentan bekommen die Bauern dort sehr wenig Geld für die Cashewkerne, Diese werden nach Indien verkauft, dort geschält und dann für teures Geld als Bio-Cashewkerne nach Europa verkauft. Mein Mann hat sich auf den Weg gemacht und sich über den Preis und das Prozedere der Zertifizierung informiert. Hier sind in Kürze die Fakten: Die 3-jährige Schulung der Bauern kostet für alle zusammen umgerechnet ca. 1500.- Euro. Dazu kommen die Kosten des Zertifizierers aus Europa, der einmal jährlich zum Überprüfen des Vorgangs nach Togo fliegt.
Dann haben wir weiter überlegt. Mein Mann besitzt Land in Sokode, im Cashew-Land. Wir möchten dort eine Lagerhalle bauen, um dort die Ware trocken zu lagern. Eine Firma in China stellt  Maschinen zum schälen, rösten und sortieren der Cashewnüsse her. Und da stehen wir jetzt. Da ist eine Gruppe von 57 Landwirten. Und da sind wir. Mein Mann mit seinen Kontakten und seinem Land in Togo und dem Vertrauen dieser Frauen und Männer die sich von ihm Hilfe erhoffen. Wir haben in Deutschland unsere Veganer und Vegetarier und Feinschmecker und Müsliesser, die gerne Cashew und Schokolade essen. Ich wünsche mir, dass wir diesen Menschen diese Bio-Zertifikation ermöglichen können. Und ich wünsche mir, dass wir es schaffen, die Maschinen zu kaufen und
die Lagerhalle zu bauen.

Es geht um 138 Hektar Land, das dann Bio- zertifiziert ist. Es geht um 57  Frauen und Männer, um deren Familien und Kinder, die sich dann eine Schule und ärztliche Versorgung und ein besseres Leben leisten können. Wenn alles reibungslos oder doch zumindest relativ reibungslos klappt, können wir in 2 Jahren mit den ersten Einnahmen durch den Handel rechnen, so dass wir investiertes Geld dann auch zurückzahlen können. 11.12.16 Es ist wunderbar: Langsam aber stetig bekommt unsere Geschichte einen sicheren Boden. Nach unserer Info- Veranstaltung hat sich ein netter Mensch gefunden, der die Schulung der Bauern bezahlt:Das kann also losgehen und darüber freuen wir uns sehr! Wir haben einen Stahlbauer, der uns die Halle in Togo baut für Flug, Kost und Logie und den dazu erforderlichen Plan hat uns eine befreundete Architektin kostenlos erstellt! Er könnte im Januar anfangen mit dem Bau, wir sind bemüht, die Kosten für das Material zu beschaffen. Vielen vielen Dank auch an diese beiden. Somit kommen wir der Realisierung der Lagerhalle immer näher und das ist auch nötig, denn die Kakaoernte ist im Gange. 22.012017

Hier ein paar Impressionen aus Togo:

 

23.Dezember 2016
Ich war vom 23.12. bis zum 8.1. in Togo, habe die Cashew -und Kakaobauern kennengelernt, bin mit meinem Mann und Freunden auf abenteuerlichen Straßen in die Dörfer gefahren, durch Gärten, Cashew und Kakaowälder gelaufen. Wir sind unter Mangobäumen vor Lehmhütten gesessen. Ich habe Kaffeesträucher gesehen, Cashewäpfel gegessen und Cashewblütenduft eingeatmet, Kakaofrüchte in den Händen gehalten und bin bekocht, bemalt und mit Segen überschüttet worden. Ich bin zutiefst berührt und habe eine unvergessliche Zeit voller Liebe, Hoffnung, Gastfreundschaft und Magie erlebt. Togo ist ein Land voller Früchte. Das ganze Land ist bebaut und bewirtschaftet. Es gibt einen Überfluss an Kokos, Mangos, Bananen, Ananas, Papaya, Gemüse aller Art wie Tomaten, Spinat, Salat, Gurken , Avocados, Yam, Maniok….. Alles dort ist Tag und Nacht von Musik, hupenden Motorrädern, gackernden Hühnern, meckernden Ziegen ,tänzelnden Menschen und emsiger Geschäftigkeit begleitet.
Unsere Cashew und Kakao – Geschichte wächst unaufhörlich.  Die Anzahl der Cashew- Bauern und Bäuerinnen, die sich der Kooperation anschließen wollen ist auf 220 angestiegen, bei den Kakaobauern sind es jetzt 16. Somit haben wir jetzt
statt der ursprünglichen 57 Bauern auf einmal 236 Menschen, die sich zusammentun wollen, um mit uns eine Kooperation einzugehen. Wir haben viele Tage damit verbracht, in Versammlungen zu sprechen und Fragen zu beantworten. Die Menschen dort kennen die Familie meines Mannes, sprechen seine Sprache. Zitat eines Königs: „Das ist das erste mal, dass jemand nicht nur Interesse an unserer Ware, sondern auch an uns Menschen hat.Und es ist einer von uns.“ Wir haben uns mit Mitarbeitern des Landwirtschaftsministeriums getroffen, die unsere Kooperation und die Umstellung auf Bioanbau unterstützen, da sie dem Raubbau ihres Landes entgegenwirken wollen. Die Verträge sind aufgesetzt. Die Kooperation ist durchorganisiert und es gibt dort einen Präsidenten und einen Sekretär, die als Mittler zwischen den Bauern und uns fungieren. Die Schulung für die Bioumstellung beginnt diesen Monat- trotz der hohen Anzahl an Teilnehmern sind die Kosten für die Schulung nicht gestiegen. Die Planung der Halle ist ausgeführt und der Bau könnte beginnen. Ich bin zutiefst berührt über das Vertrauen dieser Menschen und bin zuversichtlich, dass wir hier eine Geschichte starten, die unsere Welt um ein winziges bisschen besser macht!

14.März 2017
Es geht voran! Wir hatten am Samstag einen Infoabend, an dem vielleicht am meisten mir selber noch einmal klar wurde, wie wichtig das Projekt und vor allem das Gelingen unseres Projektes ist. Denn es ist eine echte Möglichkeit, einen winzigen und doch großen Teil unserer Welt zu verändern. Es ist unsere Chance, Hoffnung zu schaffen, Gesundheit, Bildung und Wohlstand möglich zu machen und Natur zu schützen. Es ist ein einmaliges Geschenk, so eine Chance vom Leben zu bekommen – und es ist sicher eines, für die sich der ganze Kraft- und Zeit- und auch der finanzielle Aufwand lohnt. Das ist es, was uns antreibt – vielleicht meinen Mann noch mehr wie mich, denn es ist seine Heimat, es ist seine Familie, es sind seine Landsleute, die dort leben – ihn berührt das alles noch viel mehr. Das ist das, was ich aus diesem Abend mit nach Hause genommen habe. Hier ein paar Fakten, um die ich am Samstag gebeten wurde:

Die GLS- Bank gewährt uns einen Kredit, wenn ein Teil davon (35’000 € ) über Bürgschaften abgedeckt wird. Wir haben schon fast die Hälfte zusammen.
Bürgschaften zwischen 500 € und 3000 € erfordern keine Auskunft. Wenn unser Kredit abgezahlt ist, erlischt die Bürgschaft automatisch. Es sind jetzt alle formellen und bürokratischen und wirtschaftlichen Bedingungen in Togo erledigt. Die Firma besteht rechtlich und die Verträge sind unterschrieben. Und die Schulung hat  begonnen. Aber wir konnten immer noch nicht mit dem Bau der Halle beginnen und wir brauchen die Grundausrüstung der Cashew verarbeitenden Maschinen. Wir sind also nach wie vor dringendst auf der Suche nach Unterstützern, die Zeit drängt denn die Cashewernte ist fast vorbei…
Sobald alles mit der Bank geregelt ist, können wir den Bürgen das erforderliche Formular schicken und dann gehts HOFFENTLICH bald los! Die Biozertifizierung für das EU – Biosiegel belaufen sich nach unseren Recherchen auf ca. 9000.-. Da wir den Bauern die Zertifizierung ermöglichen, sind wir in ihrem Namen dankbar für jede Spende von Euch, die uns hilft, das Siegel zu sponsern. Wir garantieren jedem, dass wir Spendengelder ausschließlich zur finanzierung der Zertifikation verwenden!

Wie kannst du uns bei diesem Projekt unterstützen?

  1. Unterstütze uns mit einer Geld Spende via Paypal an folgende Email Adresse: spenden@wirundjetzt.org Verwendungszweck: Cashew To’go. Oder spende uns an:
    Wirundjetzt e.V.
    Verwendungszweck Cashew To’go
    GLS Gemeinschaftsbank
    IBAN: DE74430609677021253500
    BIC: GENODEM1GLS
  2. Übernimm eine Bürgschaft bei der GLS Bank. Diese beginnen ab 500€ und sind einfach durchzuführen und erfoldern keine Auskunftspflicht. Alle Infos Rund um eine GLS Bürgschaft findest du hier. Das Anmeldeformular für eine Bürgschaft steht hier zum download bereit.
  3. Du siehst noch andere Möglichkeiten dich für dieses Projekt einzubringen, dann melde dich direkt bei: Antje Strathmann-Cisse unter: strathmann-finweg@freenet.de

Für Deine Unterstützung danken wir dir von Herzen!

Antje Strahtmann-Cisse und Achraf Cisse

andre reichel

ich unterstütze wirundjetzt, denn:

wenn weniger mehr ist, gibt es eine ganze Welt zu gewinnen!

Dr. André Reichel, Professor for Critical Management & Sustainable Development in Karlsruhe

 

 

 

 

 

 

 

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